SW-14 IGNAZ SEMMELWEIS, DER „RETTER DER MÜTTER“

MMag. Dr. Sonja Martina Schreiner

Institut für Klassische Philologie, Mittel- und Neulatein, Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät, Universität Wien

Fachgebiet: Philologie
Prozess: Ignaz Semmelweis hätte heuer seinen 200. Geburtstag (1818-1865) gefeiert. Ohne seine bahnbrechenden Erkenntnisse zur Spitalshygiene und zu Desinfektionsmaßnahmen wäre das Risiko, bei einer Geburt und bei Operationen jeglicher Art schwer zu erkranken oder gar zu sterben, erschreckend hoch geblieben. Seine akademische „Eintrittskarte“ in das Wiener Allgemeine Krankenhaus war eine interessante botanische Arbeit über das Leben der Pflanzen, die der 26jährige 1844 in Wien publizierte und die es verdient, etwas genauer betrachtet zu werden.
Doch für den jungen Arzt lief es nicht so, wie er sich das erträumte:
Seine Fortschrittlichkeit und Unbeirrbarkeit hat vielen der alteingesessenen Mediziner nicht gefallen. Semmelweis, der alle retten wollte, musste erkennen, dass man ihm unüberwindbare Mauern errichtete (wozu auch gehörte, dass seine Gegner ihn öffentlich ablehnten und heimlich seine Methoden anwandten). Die Dauerbelastung ruinierte seine
Gesundheit: 1865 wurde er unter einem Vorwand in eine Nervenheilanstalt eingeliefert und dort so misshandelt, dass er zwei Wochen später an einer Blutvergiftung starb. Erst nach seinem Tod bekam er die Ehrenbezeichnung „Retter der Mütter“.
Ignaz Semmelweis ist nicht nur einer der bedeutendsten Mediziner, die es je gegeben hat, er war auch ein guter Autor und wurde später zum Helden eines Theaterstücks, mehrerer Filme und eines Jugendbuchs – viele Gründe, dem zu seinen Lebzeiten verkannten Mann einen Schulworkshop zu widmen, in der Ihr als Teilnehmer/innen erfahren werdet, wie im 19.
Jahrhundert naturwissenschaftliche und medizinische Forschung betrieben wurde und welche Probleme dabei auftreten konnten.

Infos zum Workshop:
Schulstufe: Unter- oder Oberstufe
Klassenstärke: Volle Klassenstärke
Dauer: 50 Minuten