Autor: Munir Merdan

CS-03 Projekt Roadkill: Warum sind Tiere auf der Straße

Dr. Florian Heigl
Mag. Daniel Dörler

Universität für Bodenkultur Wien

Fachgebiet: Citizen Science
Was ist es:Die Besucherinnen und Besucher lernen das Citizen Science Projekt Roadkill kennen, Kinder und Erwachsene können bei einem Quiz teilnehmen und für Kleinkinder gibt es einen Spielbereich.

SW-04 Citizen Science an der Konrad Lorenz Forschungsstelle in Grünau im Almtal

Didone Frigerio
Verena Pühringer-Sturmayr
Julia Rittenschober
Eva-Maria Körmer
Gudrun Gegendorfer

Core Facility KLF für Verhaltens- und Kognitionsbiologie, Universität Wien

Fachgebiet: Verhaltens- und Kognitionsbiologie
Prozess: Nach einer allgemeinen Einführung und Vorstellung der MitarbeiterInnen der KLF und der Forschungsprojekte im Bereich der Verhaltensbiologie können die SchülerInnen an verschiedenen Stationen Hands-On Aktivitäten durchführen. Vom Kennenlernen des Beringungssystems (zur Identifizierung der individuell markierten Graugänse und Waldrappe), über das richtige Erkennen der Verhaltensweisen bis zum Kodieren von Videos von Graugänsen und Waldrappen am Nest (Projekt NestCams).

Infos zum Workshop:
Schulstufe: VS, NMS, Gymnasium Unterstufe
Klassenstärke: Ganze Klassenstärke
Dauer: 50 Minuten

CH-03 Naturwissenschaft und Technik von der griechisch-römischen Antike bis ins 21. Jahrhundert

Mag. Mag. Dr. Sonja Schreiner

Institut für Klassische Philologie, Mittel- und Neulatein, Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät, Universität Wien

Fachgebiet: Klassische Philologie
Was ist es: Naturwissenschaftliche und technische Erkenntnisse reichen oft erstaunlich weit zurück in die Vergangenheit. Nicht selten haben sie eine verschlungenere, zuweilen aber auch eine deutlich geradlinigere Entwicklungsgeschichte, als man gemeinhin annimmt. Zum Wesen dieser komplexen Erkenntnisprozesse gehören – wenig überraschend – bahnbrechende Entdeckungen, erstaunlicher Weitblick und verblüffende Einsichten (und das bei gleichzeitigem Fehlen moderner Apparaturen)! Doch auch absonderliche Fehleinschätzungen, abstruser Aberglaube und temporärer Wissensverlust sind nicht ausgeblieben. (So wusste man schon in der Antike um die Kugelgestalt der Erde – ein kulturelles und wissenschaftliches Erbe, das verlorenging und erst mühsam und unter Gefahren für die Neuentdecker wiedergewonnen werden musste.) Zahlreiche Wissenschaftsdisziplinen wurden bereits vor langer Zeit als so spannend, so wichtig und so lehrreich eingestuft, dass eine Aufbereitung für alle Altersklassen erfolgte – wenn auch mit wechselndem Erfolg und beträchtlicher methodischer Variation in den unterschiedlichen Epochen. Einblicke in das tatsächliche know how oder das, was man dafür hielt, bietet folgende kleine Auswahl aus einem nahezu unendlichen Themenfeld:

– Warum es lebensgefährlich sein kann, Architekt zu sein: Das Schicksal des Apollodor von Damaskus
– Aristoteles und Theophrast über Magnetismus und Elektrizität
– Naturwissenschaft(en) in der „Naturalis historia“ des Älteren Plinius
– Wie lernten junge Leute Physik im 18. Jahrhundert?
– Was erforschten Botaniker im 18. Jahrhundert? Die bahnbrechenden Arbeiten von Carl von Linné und seinen Schülern
– Abriss der Baustoffkunde oder Wer hat den Beton erfunden?

Oder – um mit Heraklit zu sprechen: „Alles fließt.“

CH-02 Kognitionsbiologie, Verhaltensforschung und (komparative) Human- und Veterinärmedizin von der Antike bis heute

ao.Univ.Prof.i.R. Herbert Bannert
emer.o.Univ.Prof. Dr. Franz Römer

Institut für Klassische Philologie, Mittel- und Neulatein, Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät, Universität Wien

Fachgebiet: Klassische Philologie
Was ist es: Gesundheit und Krankheit sind (un)angenehme und unausweichliche Parameter für alle Lebewesen. Deswegen ist es eine Konstante in der Menschheitsgeschichte und ein überlebenswichtiges kulturelles Erbe, Krankheiten zu bekämpfen und auf die Erhaltung oder Wiederherstellung der Gesundheit zu achten – bei Mensch und Tier. Human- und veterinärmedizinisches Wissen ist oft sehr alt: Irrwege, Scharlatanerie, mit heutigem medizinischem Ethos nicht mehr vereinbare Methoden, revolutionäre neue Ideen und Zufallsentdeckungen eingeschlossen. Damit einher geht gezielte Naturbeobachtung, die nicht selten bemerkenswert früh schriftlich für die Zeitgenossen und die Nachwelt festgehaltenes Wissen generierte, das erst heute, manchmal hunderte und mehr Jahre später, mit modernen Versuchsanordnungen verblüffende Wahrheiten in der Verhaltensforschung und der Kognitionsbiologie streng wissenschaftlich untermauert. Der dem Menschen inhärenten Biophilie Rechnung tragend, haben Tiere ihren festen Platz nicht nur im alltäglichen Leben oder in spezialisierter Fachliteratur, sondern auch in didaktisch wertvollen Publikation für die Kleinsten. Einblick in die Spielarten der Präsentation, die so vielfältig sind wie die Natur selbst, bietet folgende kleine Auswahl aus einem fast uferlosen Themenspektrum:

– Kluge Raben, gescheite Delphine und treue Hunde: Ist das modernes Wissen?
– Ernährung und Gesundheitsratschläge in der Antike
– Aristoteles‘ Trugschlüsse über Herdentiere und die Folgen
– Therapien gegen die Gicht vom Altertum bis ins 3. Jahrtausend
– Wie der Mediziner Galen Simulanten überführte
– Von der Pferdemedizin der Antike zur high-tech-Veterinärmedizin von heute
– Zoologie und Anthropologie in Emblematik und Schul- und Bilderbüchern
– Die Entdeckung des Blutkreislaufes als medizinische Revolution und ihre Bedeutung für (Tier)Ethik, Philosophie und Religion
– Embryologie im England des 17. Jahrhunderts
– Wie der „Retter der Mütter“ Ignaz Semmelweis vom Botaniker zum Bekämpfer des Kindbettfiebers und später ein Mobbingopfer wurde
– Nutztier? Haustier? Untier? Warum ist das so?
– Was können Tiere besser als wir Menschen?

Oder – um mit Juvenal zu sprechen: mens sana in corpore sano.

WS-06 Physik zum Anfassen

DI Christian Irmler

HEPHY -Institut für Hochenergiephysik, Österreichische Akademie der Wissenschaften

CR: Kindertag der Industrie/Fotografin Daniela Bandion
CR: Kindertag der Industrie/Fotografin Daniela Bandion

Fachgebiet: Physik
Prozess: Mit dem Workshop „Physik zum Anfassen“ gibt das Institut für Hochenergiephysik (HEPHY) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) auf altersentsprechendem Niveau einen Einblick, wie spannend Teilchenphysik sein kann und beantworten dabei Fragen wie: Was sind Teilchen? Und wie können wir mit ihnen forschen? Die Kinder erfahren, wie man mithilfe von Blitzen mikroskopisch kleine Teilchen sichtbar machen kann, wie Magnetfelder die Bahnen der Teilchen beeinflussen und wie man mit einfachsten Mitteln einen kleinen „Teilchenbeschleuniger“ mit Magnetkugeln bauen kann.

Infos zum Workshop:
Schulstufe: 3. und 4. Klasse Volksschule
Klassenstärke: Halbe Klassenstärke
Dauer: 50 Minuten

WS-05 Die Ideen-Werkstätte

Mag.a (FH) Katharina Zimmer-Hausmann
Petra Pendl

FH Campus Wien

Fachgebiet: Kreativität
Prozess: „Wenn Du es Dir vorstellen kannst, kannst Du es auch tun“ (Walt Disney)

Woher kommen eigentlich Ideen? Und was genau ist ein Prototyp? Und wie wird daraus dann eine Firma?
Wir unternehmen eine Reise in die Welt der Ideen. Wir erforschen gemeinsam, wie man die eigene Kreativität anregen kann, was eine zündende Idee ausmacht und wie man eine Idee zum Beruf machen kann. Außerdem arbeiten wir gemeinsam an Entwürfen eigener Ideen.

Infos zum Workshop:
Schulstufe: 1. und 2. Klasse Volksschule
Klassenstärke: Halbe Klassenstärke
Dauer: 50 Minuten

WS-03 Hedgehog – Educational Robotics Controller

Clemens Koza
Christoph Hackenberger

Practical Robotics Institute Austria (PRIA)

Fachgebiet: Robotics, smartphones and programming

hedgehogProzess: Wir stellen den von uns entwickelten Robotercontroller namens “Hedgehog” vor. Mithilfe des Controllers kann man einen eigenen Roboter bauen und auch direkt programmieren. Über eine App am Smartphone kann man den gewünschten Code eingeben, der dann mittels Buttondruck auf den Controller geladen wird und ausgeführt wird. Während der Ausführung stellt das Smartphone Ansichten zur Verfügung, in denen man Informationen zum Programm sieht und das Programm gezielt steuern kann. Am Stand wird gezeigt, wie ein aktuelles Exemplar des Hedgehog Controllers einen kleinen fahrenden Roboter steuert. Der Roboter ist dazu ausgelegt, einer einfachen Linie zu folgen, die am Boden aufgeklebt ist. Besucher können dann mit dem verbundenen Smartphone auch selbst ausprobieren, das Programm anzuhalten, fortzusetzen, leicht abzuändern, etc. Zusätzlich können die einzelnen Sensoren und Motoren des Roboters auch manuell angesteuert werden.

Infos zum Workshop:
Schulstufe: Ab 10 Jahren
Klassenstärke: ganze Klassen
Dauer: 50 Minuten

CS-02 Citizen Science an der Konrad Lorenz Forschungsstelle in Grünau im Almtal

Didone Frigerio
Verena Pühringer-Sturmayr
Julia Rittenschober
Eva-Maria Körmer
Gudrun Gegendorfer

Core Facility KLF für Verhaltens- und Kognitionsbiologie, Universität Wien

Fachgebiet: Verhaltens- und Kognitionsbiologie
Prozess: Seit mehreren Jahren engagiert sich die Konrad Lorenz Forschungsstelle (KLF; eine Core Facility der Universität Wien in OÖ) für hochwertige Wissenschaftsvermittlung und die aktive Miteinbeziehung von BürgerInnen in Forschungsprojekte im Bereich der Verhaltensbiologie.
Im Rahmen der European Researchers’ Night 2019 möchten wir verschiedene Aktivitäten (Hands-on; Arbeitsblätter; Videokodierung), dem Alter angepasst (4 bis 99), anbieten, um unsere Forschungsaktivitäten be-greifbar zu machen. Es handelt sich um Spiele und Rätsel rund um die Tierarten der KLF, deren Verhaltensweisen und Relevanz für die Grundlagenforschung im Bereich soziale Mechanismen, z.B.:
(1) Die Vogelarten der KLF sind individuell markiert: Wir bieten Spiele zum Kennenlernen des Beringungssystems und zur Identifizierung der Tiere an.
(2) Die drei Vogelarten dienen als Modelle für Grundlagenforschung im Bereich soziale Mechanismen: Wir bieten die Möglichkeit, auf einer Online Plattform aus Videos Verhalten zu beobachten.
(3) Es laufen an der KLF gerade drei Projekte mit einem Schwerpunkt auf Citizen Science: Wir möchten die Apps und die Online Plattform bewerben (Tablets) und Citizen Scientists einladen.

EC-01 On- machine optical surface topography measurement sensor based on focus variation

Subba Reddy Darukumalli
Alicona Imaging GmbH

Subject area: Sensorics. 
What is it: With the trend to increasingly implement quality assurance and thus measurement technology as an integral part of production, requirements on measurement systems have changed Considering the feasibility of operating in real time inside a production machine, a focus variation ( 3 D sensor prototype has been designed with the dimensions of 80 mm ( × 200 mm ( and the typical time for single measurement is less than 20 s The instrument design is presented The performance of the on machine sensor has been compared with measurement results acquired by a benchtop focus variation instrument Additionally, the current prototype real time wireless signal strength has been studied in a milling machine and the results are presented.

Project: PAM^2 EU project.

Website: https://pam2.eu/

CH-01 Heritage Science

DI Dr. Martina Griesser [1]
VL Dipl.-Ing. Dr.rer.nat. Tatjana Bayerova [2]
O.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Univ.-Doz. Manfred Schreiner [3]

[1] Kunsthistorisches Museum Wien
[2] Universität für angewandte Kunst Wien
[3] Akademie der bildenden Künste Wien

Fachgebiet: Konservierungswissenschaften
Was ist es: Zur bestmöglichen Bewahrung des Kulturerbes Österreichs für die Zukunft ist Wissen aus vielen verschiedenen Fachbereichen notwendig. Das beginnt bei klassischen geistes- und kulturwissenschaftlichen Fächern und reicht über naturwissenschaftliche und technische Bereiche bis hin zu Denkmalpflege oder Restaurierungs- & Konservierungswissenschaften. Museen, Sammlungen und Institutionen, die RestauratorInnen ausbilden bzw. Denkmalpflege betreiben, sind somit auch Forschungsinstitutionen, die Objekte in unterschiedlichen Forschungszusammenhängen untersuchen (Herstellungstechnik, Materialwissenschaften, Ausstellungen, Konservierung/Restaurierung). Die Methoden für die Untersuchung, darunter auch modernste Gerätetechnik, müssen ausgereift sein, da während der Analyse kein Schaden an den Objekten entstehen darf. Auch können Untersuchungen oftmals nicht wiederholt werden, da z.B. das Objekthandling zu aufwändig oder eine Probenahme nur einmalig möglich ist. Die Forschung an originalen (Kunst-) Objekten erfordert somit oft langjährig aufgebautes Expertenwissen. Dieses interdisziplinäre Wissen wird in „Heritage Science“ gebündelt, wobei sich die verschiedenen Disziplinen gegenseitig ergänzen.

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