CS-03 Forschen im Almtal

Didone Frigerio; didone.frigerio@univie.ac.at

Worum geht es im Citizen Science Projekt
Seit mehreren Jahren engagiert sich die Konrad Lorenz Forschungsstelle (eine Core Facility der Universität Wien in OÖ) für hochwertige Wissenschaftsvermittlung und die aktive Miteinbeziehung von BürgerInnen in Forschungsprojekte im Bereich der Verhaltensbiologie. Im Rahmen von laufenden Projekten werden die BesucherInnen eines Wildparks mittels der App „Forschen im Almtal“ in die Datenerhebung zu den räumlich-zeitlichen Verhaltensmustern von drei Modellvogelarten (Graugänse, Waldrappe und Kolkraben) einbezogen. Allerdings erlaubt die App die uneingeschränkte Aufnahme des Verhaltens jeglicher Tierart. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Zusammenarbeit mit einer wirtschaftlichen Einrichtung (hier der Cumberland Wildpark in Grünau im Almtal) zu einer Win-Win-Situation für Wissenschaft und Gesellschaft beitragen kann.

Wie kann man mitmachen? Was ist das Ziel der Challenge?
Im Rahmen der Citizen Science Challenge der European Researchers‘ Night 2018 möchten wir gezielt über die Beobachtung unserer Modellvogelarten hinaus und auf die Zoo-Tiere fokussieren, mit einem speziellen Augenmerk auf Tierarten mit gesellschaftlicher Relevanz (die z.B. vom Aussterben bedroht sind oder Tierarten mit Konfliktpotential, wie z.B. die großen Raubtiere, Wolf, Bär, Luchs, Goldschakal oder die Wildschweine). Wir laden die BesucherInnen aller österreichischen/europäischen Zoos und Wildparks ein, das Sozialverhalten dieser Tiere mittels der App „Forschen im Almtal“ zu spotten und uns Vorschläge über mögliche Forschungsfragen zu übermitteln. Die Mitteilung kann direkt in die App gepostet werden bzw. als Email (cisci.challenge18@univie.ac.at, ab 1.Juli) an uns gesendet werden.
Ziel der Challenge ist, bis 21. September konkrete Vorschläge für weiterführende Forschungsfragen generiert zu haben.

Kurze Beschreibung des Projektziels
Das laufende Projekt erforscht, welche Verhaltensmuster den Bruterfolg bei Langzeitpaarbindungen, wie z.B. bei Raben und Graugänsen beeinflussen. Darüber hinaus sind wir daran interessiert, wie sich die Besucherstruktur in Zoos verändert, wenn die Möglichkeit für ein „Mit-forschen“ besteht.
Langfristig möchten wir die Verhaltensmuster von Zootieren Standortsübergreifend untersuchen und vergleichen.