Kategorie: KF

KF-04 Rotting Sounds http://rottingsounds.org

Thomas Grill [1]
Almut Schilling [2]
Tobias Leibetseder [3]

[1] Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
[2] Akademie der bildenden Künste Wien
[3] http://www.tobiasleibetseder.at/

Fachgebiet: Digitale Kunst
Was ist es: Der Großteil des heutigen Medienangebots, Audio wie Video, wird in digitaler Form produziert und gespeichert. Das kreative Potenzial sowie die einfache Handhabung, auch in der Kunst, haben zu einer überwältigenden Fülle von digital dargestellten Informationen geführt. Die Praxis der digitalen Kunst hängt von einem Ökosystem technologischer Infrastruktur ab: Algorithmen, Datenträger und Wiedergabegeräte. Die materiellen und logischen Verkörperungen digitaler Inhalte unterliegen einem unweigerlichen zeitlichen Verfall, dem typischerweise durch permanente Datenmigration entgegengewirkt wird.
Unser Projekt künstlerischer Forschung “Rotting sounds” untersucht die Ursachen, Prozesse und Auswirkungen des Verfalls und von technologischer Obsoleszenz im Bereich von digitalem Audio. Unsere Hypothese ist, dass, wenn Degradation als Transformation aufgefasst wird und relevantes Know-How zur Verfügung gestellt werden, um eine konstruktive Begegnung zu ermöglichen, das Unvermeidliche nicht länger eine Quelle der Irritation darstellt, sondern vielmehr einen ästhetischen Gewinn.
Wir präsentieren Positionen unserer künstlerischen Forschung und laden zum Diskutieren, Mitmachen und Anhören ein.

KF-02 Wearable Theatre: The Art of immersive Storytelling

FH-Prof. Mag. Markus Wintersberger [1]

Dipl.-Ing. Christian Munk [1]

Dipl.-Ing. Thomas Wagensommerer, MA BA BSc [1]

Mag. Dr. Georg Vogt [1]

Mag. Mag. Ulrich Kühn [1]

Colleen Rae Holmes [2]

Marcus Josef Weiss [3]

[1] Department Medien und Digitale Technologien, Fachhochschule St. Pölten GmbH
[2] Open Acting Academy Wien, Konservatorium für Schauspiel
[3] Film, Schauspiel für visuelle Medien, Open Acting Academy Wien

Fachgebiet: Visuelle Medien
Was ist es: Das Forschungsprojekt Wearable Theater lotet Grenzen aus, wie Geschichten im Zeitalter der Digitalisierung erzählt werden können. Dabei tauchen die Zuschauer/innen in eine neue Welt ein, die ihren Wahrnehmungsraum erweitert.
Im Rahmen der European Researchers‘ Night werden AEON und NOMED als Virtual Reality (VR) Installationen gezeigt – zwei Wearable Theatre Prototypen, die zu einer virtuellen Begegnung mit dem Wiener Volkstheater einladen.
AEON ist ein „Wearable Theatre“-Experiment, das gleichzeitig auf der Unter- und Hauptbühne des Volkstheaters im Rahmen des Festivals „digitalnatives19“ aufgeführt wurde und hier virtuell nachempfunden wird. Die Gäste konnten sich autonom entscheiden, in welcher Form sie das theatrale Experiment erleben wollten, sei es mit der VR-Brille auf der Bühne, als Theatergast oder als digitaler Zeuge von außen im Live-Stream. Jeder Blick veränderte die Show.
In der immersiven VR-Installation NOMED erlebt man mittels VR-Brille ein audiovisuelles und virtuell-abstraktes Raumpanorama, das auf einer fotographischen Vermessung des Volkstheaters basiert. Dieser virtuelle Bildraum des klassischen Theaterraumes unterstützt und erweitert die akustische Erfahrungswelt.

KF-03 ENERGY:IN(ter)ACTION

Univ.-Ass. Dipl.-Ing. Bernhard  Sommer

Univ.-Ass. MFA Galo Moncayo

Abteilung Energie Design, Universität für angewandte Kunst Wien 

Interactive façade components ©Foto: Johanna Joekalda

Fachgebiet: Energie Design
Was ist es: Um auf Nutzungsunsicherheiten und wechselnde klimatische Bedingungen reagieren zu können, müssen sich Gebäude ständig anpassen können. Typischerweise wird diese Anpassung heutzutage eher von der HKLS-Ausrüstung als von architektonischen Elementen oder räumlichen Konfiguration durchgeführt. Diese Systeme können jedoch auch für andere, sogar räumliche Komponenten eingesetzt werden. In diesem Sinne werden Benutzer, Hülle und Raum zu weichen Faktoren und damit zu Variablen mit unterschiedlichen Wahrnehmungs-, Komplexitäts- und Verhaltensebenen.

In unseren Arbeiten wird untersucht, wie Gebäude auf komplexen Einflüsse, die von Sensoren ausgewertet werden und über Aktuatoren vermittelt werden, reagieren können.

KF-01 Interactive Paintings

Dipl.-Ing. (FH) Andreas Reichinger

Cornelia Travnicek MA BSc

Sylvia Kiss

Stefan Schmied

VRVis Forschungs-GmbH

Fachgebiet: Interactive Multimedia
Was ist es: Museen und Ausstellungen sind Teil des öffentlichen Raumes, sie sind unser gemeinsames kulturelles Erbe. Leider sind gerade diese Räume oft wenig inklusiv gestaltet und besonders blinden oder sehbeeinträchtigten Menschen wird wenig Anreiz für einen Besuch geboten. Seit rund einem Jahrzehnt arbeitet das VRVis nun an der Generierung von taktilen Gemälden, d.h. 2.5D Tastreliefen, die semi-automatisch aus 2D Kunstwerken erstellt werden. Diese aus sehr widerstandsfähigem Material gefertigten Reliefs ergänzen die Originale in Ausstellungen und dürfen von allen Besucher*innen betastet und befühlt werden. Kunst wird dadurch in einer ganz neuen Dimension erfahrbar! Die Reliefs wurden nun im H2020 Projekt „ARCHES“ um einen Multimedia-Guide nach dem Ansatz des „Design for all“ ergänzt und somit interaktiv gestaltet. Unsere Software läuft auf einer HP-Sprout und bietet über Touchscreen und mit Gestenerkennung Funktionen wie verschiedene Projektionen, einen Audioguide, Animationen sowie Gebärdensprache. Zusätzlich können Benutzer*innen Ausgabe und Oberfläche ihren individuellen Bedürfnissen anpassen. Entwickelt wurde das Setup in einer partizipativen Forschungsumgebung mit Teilnehmer*innengruppen in Museen in drei EU-Ländern.

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